Schweinehund im Schlepptau: Gemeinsam auf dem Weg zur Motivation

Inneren Schweinehund überwinden - oder doch lieber Freundschaft schließen?

Neues Jahr, neue Vorsätze! Jedes Jahr, pünktlich zum Jahresstart, nehmen wir uns vor, gesünder zu leben, mehr Sport zu treiben oder endlich die Buchhaltung in den Griff zu kriegen (ähm ja).

Wir wollen ihn mal wieder angehen, den inneren Schweinehund. Er ist ja gerade beim Thema Motivation im Alltag uns täglicher Begleiter.

Als großer Listen-Fan lass ich mich auch jedes Jahr von dieser Neues-Jahr-Euphorie mitreißen und schreib mir eine tolle Jahres ToDo- Liste. Auf meiner sind allerdings weniger Vorsätze (okay wieder gesünder essen nach der ganzen Schlemmerei), sondern mehr Ideen für Reisen und Projekte.

Gute Vorsätze im neuen Jahr - Schweinehund überwinden

Irgendwie kommt man um das Gute-Vorsätze-Thema ja auch nicht rum. Social Media bombardiert mich täglich mit massenhaft mega grandiosen super viralen Tipps wie ich dieses Jahr endlich fitter, schlanker, gesünder, klüger und was weiß ich was werden kann.

Doch so ab Ende Januar ebbt die Motivation so langsam wieder ab, die Liste mit den guten Vorsätzen verschwindet in irgendeiner Schublade (aus der man sie dann nächstes Jahr am 01.01. wieder rauszaubern kann) und unser innerer Schweinehund lässt sich gemütlich auf die Couch plumpsen.

 

Vielleicht ist das ja auch genau der Punkt an dem wir oft falsch abbiegen. Wir versuchen uns noch mehr zu motivieren, obwohl der Akku eigentlich längst leer ist.

( Mehr dazu findest du auch in diesem Artikel über Selbstfürsorge und gute Vorsätze:

 

Den inneren Schweinehund überwinden - auf in den Kampf?

Damit das nicht passiert muss man seinen inneren Schweinehund einfach überwinden. Zumindest erklärt mir das gerade ein Fitness-Coach im Radio. Sobald man den Kampf gewonnen hat, läuft`s anscheinend mit der Motivation.

Mich persönlich begeistern die Worte überwinden und Kampf so gar nicht und während ich noch über den inneren Schweinehund, den ich bekämpfen soll nachdenke, ploppt in meinem Hirn ein Bild von einem kleinen wuscheligen Hund mit Schweinchennase auf, der mich mit großen Augen anschaut.

Zeichnung Schweinehund

Na gut, der Fitness-Coach hat mich motiviert (oder eher inspiriert) mit seinem Interview im Radio, allerdings nicht zum Sport, sondern zum Zeichnen.

Da sitzt er jetzt also vor mir mein Schweinehund.

 

Und der soll mein Feind sein, den ich bekämpfen und überwinden muss? Viel zu niedlich, vielleicht ein bisschen bequem, verspielt und nicht sehr diszipliniert. Aber er will doch nur spielen…vielleicht fehlt ihm ja einfach nur ein bisschen Erziehung wie einem Hundewelpen.

Perspektive wechseln - ein neuer Blick auf den Schweinehund

Wie wäre es denn mal mit einer neuen Sichtweise auf den Schweinehund? Nicht der Gegner, den es zu überwinden gilt, sondern dein neuer Verbündeter auf dem Weg zu deinem Ziel. 

Einerseits kann man unglaublich viel Spaß mit ihm haben. Aber gleichzeitig verleitet er einen dazu, das Vergnügen der Arbeit vorzuziehen.

 

Er steht für die Stimme in uns, die uns dazu verleitet, es uns bequem zu machen, anstatt aktiv zu werden. Er flüstert uns ein, dass wir morgen mit dem Sport anfangen können, dass ein Stück Kuchen heute nicht schadet oder dass wir uns auch mal eine Auszeit gönnen dürfen.  Aber er meint es im Grunde doch nur gut mit uns.

 

Vielleicht ist er gar nicht derjenige, der uns aufhält. Sondern der Teil von uns, der merkt, dass wir gerade eine Pause brauchen.

Sanfte Wege, mit deinem inneren Schweinehund umzugehen

Es braucht nicht immer große Veränderungen.
 
Oft helfen kleine Dinge, die sich nicht nach Druck anfühlen:
 
  • Nur 5 Minuten anfangen (und dann schauen, was passiert)
  • Nicht alles – nur ein kleiner Schritt (der Rest darf warten)
  • Nicht perfekt – nur begonnen
  • Jemandem davon erzählen (manchmal macht genau das den Unterschied)
Das zählt mehr, als man denkt.
 
 
Und manchmal ist der nächste richtige Schritt gar nicht, sich mehr anzutreiben – sondern sich bewusst eine Pause zu erlauben.
 
Etwas, das dich kurz rausnimmt.
Dich erinnert: Du musst gerade gar nichts leisten.
 
Zum Beispiel mit kleinen Impulsen, die dich im Alltag daran erinnern, kurz innezuhalten – so wie meine „Pausen-Lose“, die genau dafür gedacht sind.

Freundschaft mit dem inneren Schweinehund

Der Schweinehund ist Team Gönn-dir-was und das ist nichts Schlechtes. Er passt auf uns auf, wenn wir uns die ToDo-Liste mal wieder zu vollgepackt haben und bremst uns in unserem Hustle.

Er hat also oft gute Absichten, wir müssen nur noch daran arbeiten, dass er uns nicht im Weg steht, sondern den Weg zu unserem Ziel mit uns gemeinsam geht.

Damit das mit dem Freundschaft schließen noch besser klappt, muss für mich ein realer Schweinehund her, mit dem ich reden und auch mal schimpfen kann (ich führe nicht so gerne Selbstgespräche). Also ab an die Stickmaschine…

Das ist er, mein kleiner Schweinehund…

Pfeil

Wir gehen ab jetzt alle Projekte gemeinsam an. Mal schauen, ob wir es schaffen uns gegenseitig zu motivieren (dann klappt`s vielleicht auch mit der Buchhaltung).

Ich werde berichten.

Und du kannst mir auch gerne erzählen, wie du zu dem Thema innerer Schweinehund stehst. Kampf oder Freundschaft? Schreib`s mir gerne in die Kommentare oder schick mir eine E-Mail mit deinen Gedanken.

P.S. Wenn du auch einen motivierenden Begleiter suchst, den kleinen Schweinehund findest du bei den anderen Mutmachern in meinem Shop.

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